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Vernetzte Wissenschaft zum Wohle der Netzhaut praktiziert das Projekt „Functional Genomics of the Retina in Health and Disease“, für das auch an der Tübinger Universitäts-Augenklinik geforscht wird.

Das bisher größte Einzelprojekt in der Geschichte der europäischen Sehforschung erhält zehn Millionen  Euro von der Europäischen Union. Unter maßgeblicher Beteiligung der Universitäts-Augenklinik Tübingen geht das integrierte Projekt „Functional Genomics of the Retina in Health and Disease" (EVI-Geno- Ret) jetzt an den Start. Prof. Eberhart Zrenner, Ärztlicher Direktor der Augenklinik, sieht darin einen wichtigen und zukunftsweisenden Meilenstein auf dem Weg zu einer vernetzten Forschung in der Augenheilkunde. Mittelfristig profitieren durch neue Therapieansätze auch die von Netzhautdegenerationen betroffenen Patienten. Wissenschaftliche Schwerpunkte von EVI-GenoRet sind die Funktionelle Genomik, Entwicklungsbiologie und Genetik der Netzhaut, sowie die Phänotypisierung und potenzielle therapeutische Ansätze bei Netzhauterkrankungen. Insgesamt sind 24 Einrichtungen aus zwölf Mitgliedsstaaten beteiligt, darunter auch mehrere Firmen und die Patientenorganisation Retina International.
In Deutschland sind neben dem Universitätsklinikum Tübingen auch die Universitätsklinika in Bonn und Hamburg sowie das Forschungszentrum Jülich und das Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München mit im Boot. Koordiniert wird das Projekt in den nächsten vier Jahren vom European Vision Institute EEIG (EVI) in Brüssel.

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Zu den Netzhauterkrankungen, die im Rahmen des EVI-GenoRet-Projekts unter anderem in Tübingen erforscht werden, gehört auch die Altersbezogene Makuladegeneration, bei der es zu einem Verlust des zentralen Gesichtfeldes kommt. Das bedeutet: Ausgerechnet die Gegenstände, auf die man sich konzentrieren möchte, versinken in einem dunklen Schleier. Beispielsweise das Lesen eines Fahrplanes stellt AMD-Patienten vor erhebliche Probleme. 

 
 
 
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